NICO

#111 OPENING 10 APR 7 PM, EXHIBITION 11-14 APR 2-8 PM

“Nico: Wie kann die Luft so schwer sein an einem Tag an dem der Himmel so blau ist”

Film von Rusa Morke
Fotografien von David Häuser

Eröffnung um 19 Uhr
Premiere von Rusa Morke’s Film “Heroin”: 19:30 Uhr

Am 13.04. findet um 16:30 ein Screening und TALK! mit der Künstlerin Rusa Morke statt.

Die Sängerin und Schauspielerin Nico (als Christa Päffgen geboren am 16. Oktober 1938 in Köln, am 18. Juli 1988 gestorben auf Ibiza) war das erste deutsche Supermodel, sie arbeitete u. a. für die Fotografen Herbert Tobias und Willy Maywald, wirkte mit in Federico Fellinis Meisterwerk La Dolce Vita und war Teil von Andy Warhols Factory.

Mit ihrem dunklen Timbre prägte Nico Songs wie Femme Fatale und All Tomorrow’s Parties auf dem legendären Debütalbum von Velvet Underground. Ihr Solodebüt Chelsea Girl (1967) betört bis heute, zwischen 1968 und 1974 veröffentlichte sie mit The Marble Index, Desertshore und The End… eine Platten-Trilogie zwischen Schall und Wahn, Suizidalität und Sucht. Drei verstörende Alben, die nur von wenigen gehört wurden, aber umso länger nachhallten – »Meisterwerke des forcierten Lebensüberdrusses« nannte sie Diedrich Diederichsen.

Nico ist Pop und zugleich war ihr das »Populär-sein« immer egal. Leben und Werk sind geprägt von einem selbstzerstörerischen Lebensstil und einer radikalen künstlerischen Praxis ohne Rücksicht auf jeweils angesagte Zeitströmungen und kommerziellen Erfolg. Damit nahm Nico in der Subkultur der 1960er, 1970er und 1980er Jahre eine Schlüsselrolle ein und ist für viele Künstler*innen bis heute ein wichtiger Bezugspunkt.

Als Hommage an diese außergewöhnliche Künstlerin hat das Institut für moderne Kunst rund 30 Künstler*innen eingeladen, sich mit dem Phänomen Nico auseinanderzusetzen. Ergänzend dazu werden in der Ausstellung auch biografische Zeitdokumente zu Nico aus Privatsammlungen gezeigt. Die Ausstellung findet im Ausstellungsraum im Atelier- und Galeriehaus Defet statt.
Eröffnung: 06. April, um 19 Uhr

Das Edel Extra hat als Beitrag zu diesem Projekt die Ausstellung mit einem Film von Rusa Morke und Fotografien von David Häuser organisiert.

Leonie Elpelt